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34e 20 > 28.03.2020

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Das Publikum der Zukunft überzeugen

Les participants du programme U30 à Locarno
24 jeunes ont participé à "U30", dont Julia Schubiger du FIFF (4e depuis la gauche)

Eine der zahlreichen Initiativen des Filmfestivals richtete sich dieses Jahr speziell an die unter 30-Jährigen. Das Thema des Projekts U30 lautete "The Audience of the Future". Es war als Think Tank konzipiert und führte 24 junge Fachpersonen aus der ganzen Welt zusammen, unter ihnen Julia Schubiger, Programmgestalterin beim FIFF.

Während des dreitägigen Programms haben Julia und ihre Kolleginnen und Kollegen über die Veränderungen diskutiert, denen die Filmindustrie aufgrund des radikalen Wandels des Konsumverhaltens im audiovisuellen Bereich in den letzten Jahren unterliegt. «Wir haben Themen wie die Rolle von Festivals, die Koexistenz von VOD-Plattformen und Kinos, die Förderstrategien für Independent-Filme sowie junge Menschen und deren Kinobesuche erörtert», erklärt Julia.

Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, gibt es keine einzige Patenlösung. Die Teilnehmenden waren sich jedoch in mehreren Punkten einig. Julia fasst diese zusammen:
«Wir waren uns alle einig, dass jedes Jahr zu viele Filme produziert werden und infolgedessen gewisse Filme ihr Publikum nicht mehr finden. Jedes Glied in der Kette sollte exklusiver sein, seine Auswahl jedoch besser zur Geltung bringen.»
Hinzu kommt die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit, um jeden qualitativ hochwertigen Film zu fördern. «Wenn jedes Glied der Kette mit dem Rest der Industrie zusammenarbeitet, wird die Arbeit geteilt, ist von besserer Qualität und hat eine bessere Wirkung.»
Eine Lösung wäre letztlich auch, «sein Publikum, dessen Erwartungen und Interessen sehr gut zu kennen, um ihm die bestmöglichen Produktionen anbieten zu können.»

Kann dies erreicht werden? Es liegt nun an jedem Teilnehmenden, die Ideen in die Praxis umzusetzen und weiterzuverbreiten. Der Think Tank in Locarno war zwar nur eine einmalige Sache, die Teilnehmenden haben jedoch vor, sich wiederzutreffen. «Wir haben den Wunsch und das Bedürfnis geäussert, uns in fünf Jahren wiederzusehen, um über die Entwicklung der Branche zu diskutieren», berichtet Julia. Bis dahin werden die Teilnehmenden sich gegenseitig über ihre Beobachtungen auf dem Laufenden halten.
 

Mehr über das FIFF in Locarno:
Locarno-FIFF hin und zurück (07.08)
Die Jury der Open Doors prämiert eine «Autobiografie» (16.08)
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