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35e 19 > 28.03.2021

Das FIFF wird musikalisch!

«Singin' in the Rain», Stanley Donen, Gene Kelly (USA, 1952)
«Singin' in the Rain», Stanley Donen, Gene Kelly (USA, 1952)

Das gab es fast noch nie in der Welt der Filmfestivals: Das FIFF lädt die Öffentlichkeit ein, das Programm einer Sektion seiner nächsten Ausgabe zu gestalten. Das Publikum kann unter fünfzig Filmtiteln, die einen Zusammenhang mit dem Thema der Sektion Genrekino: Musik! haben, für seine Lieblingsklassiker abstimmen. 2021 wird das Thema dieser Sektion – wie auf dem Plakat der 35. Ausgabe mit Broadway-Flair unschwer zu erkennen ist – der Musik in allen ihren filmischen Ausdrucksformen gewidmet sein. Zudem stärkt das Festival seinen Verein durch die Ernennung von zwei wichtigen Persönlichkeiten in seinen Vorstand: Beki Probst und Geraldine Zeuner.

Lieber Gene Kelly in Singin' in the Rain oder Olivia Newton-John in Grease? Lieber musikalische Komödien aus Hollywood, Japan, Bollywood oder Frankreich? Lieber Hip-Hop oder Blues? Lieber Beatles oder Pink Floyd? Prince oder Beyoncé? Oder entscheiden Sie sich doch für Fame aus dem Jahr 1980 oder für The Wizard of Oz? Zwischen dem 29. September bis 18. Oktober kann das Publikum zum ersten Mal in der Geschichte des Internationalen Filmfestivals Freiburg fünf Filme aus fünfzig Titeln auswählen. Am Ende der Abstimmung werden die meistgenannten Filme die neue Sektion Genrekino: Die Wünsche des Publikums bilden – ein innovatives Konzept, das es in der Welt der Filmfestivals so noch selten gegeben hat. Unter allen Teilnehmenden der Abstimmungen wird eine Handvoll Freiwilliger auserwählt, die die Filme an der 35. Ausgabe vom 19. bis 28. März 2021 präsentieren werden.

Jetzt abstimmen

«Die Sektion Genrekino: Die Wünsche des Publikums ist eine Ergänzung zu ihrer grossen Schwester, der Sektion Genrekino», erklärt der künstlerische Direktor des FIFF, Thierry Jobin. «Seit wir diese Sektion gemeinsam mit ihrem Kurator Jean-Philippe Bernard eingeführt haben, versuchen wir stets, einige Referenzfilme in die aus der ganzen Welt zusammengetragenen neusten Perlen einfliessen zu lassen. Bei deren Auswahl lassen wir uns von unserem eigenen Geschmack leiten. Wir wollten unserem Publikum nach den zahllosen Solidaritätsbekundungen, die es uns nach der Absage des Festivals im März zukommen liess, danken und etwas zurückgeben. Deshalb haben wir einen alten Traum Wirklichkeit werden lassen und geben ihm die Möglichkeit, an der Programmgestaltung mitzuwirken. Dies ist weltweit beinahe einzigartig. Aber Festivals müssen nicht zwangsläufig Elfenbeintürme sein, in denen einzig und allein eine Elite für die Auswahl der Filme verantwortlich ist. Wir sind der Meinung, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer durchaus auch einen Teil des Programms – in diesem Fall wohlbekannte Klassiker – gestalten bzw. eine Carte blanche erhalten sollen. Es bleibt zu hoffen, dass viele von ihnen an der Abstimmung teilnehmen werden!»

Die Freiburger Agentur Asphalte Design hat im Rahmen ihrer fünften Zusammenarbeit mit dem FIFF und zur Feier dieser Jubiläumsausgabe ebenfalls das Thema Musik aufgegriffen und die Zahl 35 mit Broadway-Flair ausgeschmückt. Die funkelnden Lichter des Broadways, die Bühnenbeleuchtung kurz vor Show, die das Publikum mitreissen wird… das Plakat des FIFF 2021 kündigt eine Ausgabe an, die glanzvoller denn je werden wird. Eine Ausgabe, an der wir uns alle mit weit aufgerissenen Augen, mit im Rhythmus wippendem Fuss und vor allem – nach den langen Monaten des Social Distancing – endlich wieder begegnen werden.

Affiche du FIFF21 - 35e édition du Festival International de Films de Fribourg
Das Plakat der 35. Ausgabe des FIFF

Zwei wichtige Persönlichkeiten im Vorstand
Am Montag, den 28. September hat die Generalversammlung des FIFF zwei Persönlichkeiten ernannt, deren in der Schweiz und auf der ganzen Welt anerkannte Kompetenzen dem Festival helfen werden, sich zu konsolidieren und weiter zu wachsen. Géraldine Zeuner war bis vor kurzem Verantwortliche der Abteilung Wissen-Lernen-Kultur bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten. Im Rahmen der Unterstützung der DEZA für das FIFF war sie stets eine wichtige und leidenschaftliche Gesprächspartnerin. Sie wird nun diese Rolle innerhalb der Organisation des Festivals weiterführen.

Beki Probst ihrerseits ist eine der Grandes Dames der internationalen Filmbranche, eine derjenigen, vor der sich die gesamte Branche verneigt. Sie war künstlerische Direktorin des Genfer Festivals Stars de demain von 1988 bis 1996 und Gründerin des European Film Market der Berlinale, einem der drei grössten Filmmärkte der Welt, den sie mehr als zwei Jahrzehnte lang als Direktorin und dann als Präsidentin hervorragend führte. Die Schweizerin türkischer Herkunft leitete zudem die Quinnie-Kinos in Bern und nahm an den goldenen Zeiten des Festivals von Locarno teil, wo sie 1985 den Trade Show für Fachleute ins Leben gerufen hat und wo sie bis 1995 Mitglied der Auswahlkommission war. Für das FIFF ist es eine grosse Ehre, diese beiden Frauen in seinem Vorstand begrüssen zu dürfen.

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Conception: Asphalte Design - Développement: Bluesystem