Direkt zum Inhalt

35e 16 > 25.07.2021

Ein sommerliches FIFF unter dem Sternenhimmel

Le FIFF à l'open air cinema de Fribourg en juillet 2020. ©FIFF/Yoann Corthésy
Le FIFF à l'open air cinema de Fribourg en juillet 2020. ©FIFF/Yoann Corthésy

Die 35. Ausgabe wird auf die Woche vom 16. bis 25. Juli 2021 verschoben

Zum zweiten Mal in Folge sieht sich das Organisationsteam des FIFF mit einer Ausnahmesituation und der damit verbundenen Ungewissheit konfrontiert. Es sieht sich deshalb gezwungen, seine 35. Ausgabe zu verschieben, damit das Festival mit Publikum stattfinden kann. Das Internationale Filmfestival Freiburg wird daher vom 16. bis 25. Juli in den Kinosälen stattfinden und durch Open-Air-Vorführungen ergänzt. Diese Option wurde einer Online-Ausgabe vorgezogen, insbesondere aus Respekt vor der Philosophie des Festivals, in deren Zentrum die Begegnung des Publikums und der Künstler*innen vor der Grossleinwand steht.


Deutschen Untertitel vorhanden

Diesen Event in die Agenda übertragen:
Datei herunterladen

Die 35. Ausgabe des FIFF wird auf die Woche vom 16. bis 25. Juli 2021 verschoben. Sie sollte eigentlich vom 19. bis 28. März stattfinden. Da es jedoch in den Sternen steht, ob die Kinos am 28. Februar wieder öffnen können, welche Kapazität sie haben werden und welche Schutzmassnahmen ergriffen werden müssen, hat die Sicherheit des Publikums, der anreisenden Filmschaffenden und der Mitarbeitenden des Festivals für das Organisationsteam des FIFF absolute Priorität. Die neuen Termine wurden in Absprache mit dem Belluard Bollwerk und dem Les Georges Festival festgelegt. Nachdem das FIFF 2020 als über mehrere Monate verteilte Ausgabe in veränderter Form – die Ausgabe 34 ½ hat 11'700 Eintritte generiert – stattgefunden hat, ist es ihm, wie beispielsweise auch dem Zurich Film Festival, ein besonderes Anliegen, im Rahmen des Möglichen eine Ausgabe mit Publikum durchzuführen. «Eine rein digitale Ausgabe entspricht nicht unserer Philosophie. Diese besteht darin, den Filmschaffenden die Möglichkeit zu geben, ihr Werk in einem Kinosaal zu zeigen und dem Publikum ein gemeinsames unvergessliches Erlebnis zu bieten. Unter den aktuellen Bedingungen ist eine Verschiebung des Festivals die beste Lösung», erklärt Mathieu Fleury, Präsident des Vereins des Internationalen Filmfestivals Freiburg. Das enorme Potenzial der digitalen Technologie wird ebenfalls ausgeschöpft, jedoch nicht, um die Menschen vor ihre Computer zu verbannen, sondern um sie einander näher zu bringen. Nach den Filmprojektionen auf der Grossleinwand werden Videokonferenzen stattfinden, damit sich das Publikum und die Filmschaffenden, die nicht nach Freiburg reisen konnten, trotzdem begegnen können. 

Als besonderes Highlight plant das FIFF Vorführungen unter dem Sternenhimmel vor der grossartigen Kulisse des Bollwerks. Möglich ist dies dank der Open Air Kino Luna AG, die dem Festival in der Woche vor ihrem eigenen Open-Air-Kino ihre gesamte Infrastruktur zu Verfügung stellt. «Das ganze Team des FIFF hat gehofft, im Frühling das kulturelle Leben wieder aufblühen zu sehen. Die Energie und der Optimismus der Mitarbeitenden, die seit Monaten arbeiten, ohne zu wissen, was der morgige Tag bringen wird, ist bewundernswert. Die Verschiebung auf Juli ist keine Verlegenheitslösung, sie ist eine riesige Chance. Wir können an unserem jetzigen Programm festhalten, weil sich unsere Partner cinemotion und ARENA Cinémas bereit erklären, uns zu beherbergen, obwohl im Sommer wahrscheinlich unzählige Filme neu ins Kino kommen werden. Es wäre schade, ein mit derart viel Leidenschaft zubereitetes Menü zu verändern!», sagt Thierry Jobin, künstlerischer Leiter. Und sollten einige der geplanten Filme vor dem Festival ins Kino kommen, werden sie dennoch gezeigt: Angesichts der weltweiten Krise verliert die Schweizer Premiere gerade etwas an Bedeutung. Zudem kommt den Festivals eine wichtige Rolle zu: Sie sollen das Publikum ermutigen, wieder ins Kino zu gehen.

Das FIFF erfindet sich also neu und bereitet sich voller Energie und einem reichhaltigen Programm auf dieses gemeinsame Erlebnis – wie beispielsweise eine filmische Reise nach Ruanda oder Mexiko – vor. Begleiten werden diese Reise des 35. FIFF auch zwei grosse Namen aus der Welt der Musik: Ein aufsteigender Stern am Hip-Hop-Himmel und eine Pop-Ikone gestalten die Programme der Carte blanches. Ihre Namen, sowie das gesamte Programm werden im Juni, bekannt gegeben.

Planète Cinéma findet im März statt

Trotz der schwierigen Umstände haben sich auch dieses Jahr wieder rund 10'000 Schüler*innen und Studierende für Planète Cinéma angemeldet, das schweizweit grösste Programm für Schulvorführungen. Sofern die Schulen nicht geschlossen werden, wird das Programm Ende März an den vorgesehenen Terminen durchgeführt, und zwar ohne die Klassen zu durchmischen. Das FIFF wird gemeinsam mit den Schulen Lösungen ausarbeiten, um die filmischen Entdeckungen unter sicheren gesundheitlichen Bedingungen zu ermöglichen.

Broadway, neu interpretiert

Das FIFF lanciert einen partizipativen Wettbewerb, bei dem Laien und Profis aufgefordert werden, einen Ausschnitt eines Musikfilms der Sektion Genrekino: Die Lieblinge des Publikums auszuwählen und daraus ihre ganz persönliche Version in Form eines Videos zu machen: Tanz, Gesang, Dialog, Parodie oder Neuinterpretation – der Form sind keine Grenzen gesetzt. In dieser Zeit, in der die Kultur so schmerzlich vermisst wird, will das FIFF mit diesem Wettbewerb und tollen Preisen etwas Kreativität ins Leben bringen und die Wartezeit bis zum Wiedersehen im Sommer etwas verkürzen.

Pressemitteilung und Bildmaterial: fiff.ch/presse-2021

image en background image en background

Conception: Asphalte Design - Développement: Bluesystem