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35e 16 > 25.07.2021

Das FIFF enthüllt weitere Höhepunkte seines Programms 2021

Programme du FIFF21 en catalogue

Seit nunmehr bald eineinhalb Jahren gehören unerwartete und überraschende Wendungen zu unserem Alltag. Die 35. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg (FIFF) vom 16. bis 25. Juli hält ebenfalls einige Überraschungen bereit, sie sind jedoch filmischer und erfreulicher Art. Diesen Sommer werden am FIFF 139 Filme aus 51 Ländern aus allen Kontinenten im Kino oder unter freiem Himmel gezeigt. Étienne Daho sowie Guillermo del Toro werden eine Masterclass geben. Das Festival zeigt insgesamt sechs Weltpremieren, drei internationale Premieren, sechs Europapremieren und 38 Schweizer Premieren und leistet damit einen Beitrag an die Förderung junger Talente. Mit 27 Schweizer Filmen erhält auch die nationale Produktion eine wichtige Plattform.

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Eine Weltreise in 139 Filmen    
Die zwölf Spielfilme und die sechzehn Kurzfilme der Internationalen Wettbewerbe stammen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa. Die Sektion Neues Territorium ist dieses Jahr Ruanda und der Entdeckung eines Landes mit dem jüngsten Filmschaffen der Welt gewidmet. 43 mexikanische Filmemacher*innen, darunter Alejandro González Iñarritu, geben einen Einblick in die Filmgeschichte ihres Landes – eine gute Gelegenheit, das Meisterwerk Los olvidados von Luis Buñuel (wieder)zu entdecken (1951 in Cannes ausgezeichnet). Doch damit noch nicht genug: Guillermo del Toro, der ebenfalls am Panel teilgenommen hat, wird per Videokonferenz aus Hollywood eine öffentliche Masterclass geben (freier Eintritt).

Neben einer Zusammenarbeit mit dem Musikfestival Les Georges steht auch eine weitere Sektion des FIFF ganz im Zeichen der Musik, Genrekino: Musik! Auf dem Programm der neuen Sektion Die Lieblinge des Publikums stehen fünf Filmmusicals, die hunderte von Teilnehmenden im Rahmen einer Abstimmung ausgewählt haben. Neu ist zudem auch, dass die Filme von einem Zweierteam – Freiwillige aus dem Publikum – präsentiert werden. Zwei Grössen der Musikszenen haben sich zudem bereit erklärt, die Cartes blanches zu übernehmen: Es handelt sich einerseits um die Schauspielerin und Schweizer Hip-Hop-Künstlerin Karine Guignard alias La Gale mit engagierten Filmen über den Libanon und Palästina, die im Zuge der wiederkehrenden Eruptionen von Gewalt immer wieder vergessen gehen – und andererseits um den König des französischen Pops Étienne Daho, der am Samstag, den 24. Juli eine Masterclass gibt und seine Lieblingsfilme präsentiert, die sich allesamt um Fragen der sexuellen Identität und Freiheit drehen.

Die Reise des FIFF kann in der Sektion Grosses Kino für Familien auch mit der Familie erlebt werden, dies zu erschwinglichen Preisen (Filme der Sektion zu CHF 8.– für unter 16-Jährige): Kurzfilme ohne Dialog (ab 4 Jahren), das Meisterwerk aus dem Jahr 1939 Der Zauberer von Oz (ab 6-7 Jahren), die tollkühne Reise von jungen Fussballfans in Africa United (ab 9 Jahren) oder der indonesische Superheldenfilm Gundala (ab 14 Jahren). Erwachsenen, die den Nervenkitzel suchen, bieten die Mitternachtsvorführungen südkoreanischen Klamauk (The Odd Family: Zombie on Sale, Night of the Undead), finnische Kuriositäten (NIMBY – not in my backyard) oder stroboskopische australische Western (True History of the Kelly Gang). Für den Eröffnungsfilm wird das FIFF mit einer musikalischen Überraschung aufwarten und auch der Abschlussfilm des 35. FIFF verspricht eine weitere Überraschung.

Internationaler Wettbewerb: Langfilme
«In unserem Internationalen Wettbewerb präsentieren wir zwölf besonders ausdrucksstarke und meisterhafte Filme, die zum Teil aufgrund der Pandemie etwas untergegangen sind und von denen einige ursprünglich an anderen Festivals hätten gezeigt werden sollen. Wir sind stolz, sie am FIFF endlich auf der grossen Leinwand präsentieren zu können!», meint Thierry Jobin, künstlerischer Leiter. Das Programm umfasst (Ko-)Produktionen aus 23 Ländern: Der chinesische Film Anima, der in den Wäldern der Inneren Mongolei gedreht wurde, konfrontiert den Menschen mit der Natur; zwei japanische Filme – A Balance, ein dunkles und atmosphärisches Drama, und True Mothers, ein feinfühliges Familiendrama von Naomi Kawase – ; zwei Filme aus Südkorea – der absurd-komische Film Voice of Silence mit Tatortreinigern, die von einem kleinen Mädchen komplett aus dem Konzept gebracht werden (mit dem TV- und Spielfilmstar Yoo Ah-in) sowie das ultraromantische Melodrama Josée, dessen Regisseur Kim Jong-kwan nach Freiburg kommen wird. Adilkhan Yerzhanov ist zum vierten Mal am FIFF vertreten. In seiner Komödie Yellow Cat träumt der Antiheld, der sich für Alain Delon in Le Samouraï hält, davon, Singing in the Rain in der kasachischen Steppe zu zeigen. Der zweite Spielfilm der palästinensischen Zwillingspaars Arab und Tarzan Nasser Gaza mon amour wirft einen ironischen Blick auf den Gazastreifen. Bad Christmas (Argentinien/Uruguay) ist eine mitreissende schwarze Komödie, der in Venedig mit einem silbernen Löwen ausgezeichnete mexikanische Film New Order wiederum ein beeindruckender dystopischer Sozialthriller. Die politische Fabel La Nuit des Rois spielt in einem ivorischen Gefängnis und der ergreifende Film Quo vadis, Aida? porträtiert eine Frau mit beispielloser Courage in Srebrenica im Jahr 1995. Die beeindruckende Schauspielerin Maryna Koshkina, die im ukrainischen Film Blindfold eine junge Kampfsportlerin spielt, wird nach Freiburg kommen und ihren Film präsentieren.

Passeport suisse: Förderung von Schweizer Talenten
Zwar liegt der Schwerpunkt des FIFF vor allem auf Filmen aus dem Süden und Osten, dennoch geben wir auch den Talenten unseres Landes eine Plattform, insbesondere in der Sektion Passeport suisse. Das Programm umfasst nicht weniger als 27 Schweizer Produktionen, darunter die Weltpremiere eines der bewegendsten Dokumentarfilme aller Zeiten, Love of Fate von Pierre-Alain Meier. Das Festival zeigt zudem in vier Kurzfilmen die Reise von zwölf Studierenden der HEAD – Genève Anfang 2020 nach Mexiko, um an einem Workshop mit dem Filmemacher Carlos Reygadas teilzunehmen. Im Rahmen des Programms Preis Auslandsvisum werden die Rollen und Sichtweisen für einmal umgekehrt und sechs Kurzfilme junger Talente aus Schweizer Filmhochschulen einer Jury vorgelegt, die sich aus Gästen aus Ruanda der Sektion Neues Territorium zusammensetzt. Dieses Programm ist in Zusammenarbeit mit den Schweizer Jugendfilmtagen mit dem neuen Prix Röstigraben dotiert.

Freiburg: Treffpunkt für Jurys, Gäste und Publikum
Die Anreise der Gäste ist aufgrund der immer noch geltenden Massnahmen etwas komplizierter, mehrere Filmschaffende und Mitglieder der Filmcrews werden zwischen dem 16. und 25. Juli dennoch in Freiburg anwesend sein, um ihre Werke zu präsentieren. Einige Filmemacher*innen werden dem Publikum nach den Vorführungen auch virtuell zugeschaltet. Das FIFForum bietet zudem Vorträge und Begegnungen zwischen dem Publikum und den Filmfachleuten, die allesamt kostenlos sind. Das Festival freut sich, die Namen der Mitglieder der diesjährigen internationalen Jury bekannt zu geben: Für die Langfilme sind dies die Bieler Autorin, Komponistin und Musikerin Phanee de Pool, der Gründer der Band Nouvelle Vague und französische Filmemacher Marc Collin sowie die Regisseurin und Produzentin Eylem Kaftan (The Hive). Bei den Kurzfilmen setzt sich die Jury aus der Basler Musikerin Anna Aaron, der Filmemacherin, Journalistin und Fotografin Eileen Hofer sowie dem Schweizer Regisseur Pierre Monnard (Platzspitzbaby) zusammen.

Ein FIFF mit Publikum, Schutzkonzept und einem Online-Angebot nach dem Festival
Die 35. Ausgabe des FIFF wird mit einem Schutzkonzept so vielen Menschen wie möglich zugänglich sein. Bis auf weiteres können die Kinosäle die Hälfte ihrer Kapazität nutzen, ohne dass ein Covid-Zertifikat verlangt wird. Nach der Absage der Ausgabe 2020 und der Verschiebung in diesem Jahr ist das Team des FIFF nun voller Vorfreude. Es wird regelmässig getestet werden und das Publikum wird gebeten, die geltenden Schutzmassnahmen zu respektieren. Getreu seinem Vermittlungsauftrag vergisst das Festival auch jene nicht, die aus gesundheitlichen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen nicht in die Kinosäle kommen können und nutzt die digitale Technik, um einen Teil seines Programms nach dem Festival vom 26. Juli bis 15. August online zu stellen. Dem Schweizer Publikum werden während zwei Wochen rund fünfzehn Filme für CHF 10.– pro Film zu Verfügung stehen. «Das 35. FIFF wird nicht im Hybrid-Modus stattfinden, sondern vor allem als Veranstaltung mit Publikum durchgeführt. Nach dem Festival wird es im Rahmen einer digitalen Sektion Bonusmaterial anbieten. Das Team hat fast zwei Jahre lang für diese Ausgabe gekämpft und wir werden unseren Werten treu bleiben. Die Freude an der gemeinsamen Entdeckung von Filmen auf der Kinoleinwand wird stets unsere Priorität bleiben», sagt Mathieu Fleury, Vereinspräsident des FIFF. Zweifelsohne wird die 35. Sommerausgabe des Festivals noch viele schöne Überraschungen bereithalten.

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Conception: Asphalte Design - Développement: Bluesystem

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