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Japanischer Gewinnerfilm und Publikumsrekord

Plan 75, de Chie Hayakawa, 2022

«Einfühlsam», «feinsinnig», «reif», «empathisch»: Der Film Plan 75 der japanischen Regisseurin Chie Hayakawa gewinnt den Grand Prix, den Critics’ Choice Award und den Preis der Jugendjury Comundo des 37. Internationalen Filmfestivals Freiburg (FIFF), ein Film der übrigens ab dem 3. Mai in den Schweizer Kinos zu sehen ist. Am Sonntag wird das Festival mit einem Besucherrekord zu Ende gehen: Unter Berücksichtigung der Online-Ausstrahlungen und der Fortsetzung in Bulle in den kommenden Wochen wird es die Marke von 45'000 Eintritten deutlich überschreiten. Dieser Erfolg ist unter anderem dem kulinarischen Hauptthema und der Zusammenarbeit mit Restaurants der Stadt Freiburg zu verdanken. Das Publikum entdeckte die Freuden der geteilten Emotionen neu und stürmte die Säle des FIFF wie noch nie, sei es bei Begegnungen mit Kunstschaffenden wie Fatih Akin oder Francine Lecoultre oder bei der Entdeckung von Filmen aus Malaysia, Iran, Marokko oder Japan. Bilanz und Palmarès einer ausserordentlichen Festivalausgabe.

Drei Preise für Plan 75: Die japanische Regisseurin Chie Hayakawa ist mit ihrer filmischen Ode an das Leben die grosse Gewinnerin des 37. Internationalen Filmfestivals Freiburg (FIFF). Der Film wurde am Samstagabend mit dem Grand Prix, dem Critics’ Choice Award und dem Preis der Jugendjury Comundo ausgezeichnet. Der dystopische Film spielt im Japan der nahen Zukunft, wo die Regierung den über 75-Jährigen im Kampf gegen die Überalterung der Gesellschaft die Sterbehilfe nahelegt. Das Werk enthülle «die radikalen Konsequenzen einer kalten und zynischen Gesellschaft», so die Jury des Critics’ Choice Award. Zwei Auszeichnungen gingen an den iranischen Film World War III von Houman Seyedi: Er erhielt den Sonderpreis der Internationalen Jury (Judith Baumann, Maryna Er Gorbach, Francine Lecoultre und Patricia Mazuy) sowie eine besondere Erwähnung der Jugendjury Comundo. Eine besondere Erwähnung der Internationalen Jury ging an den zwölfjährigen Tenuun-Erdene Garamkhand für seine schauspielerische Leistung in Harvest Moon (Mongolei) von Amarsaikhan Baljinnyam.

Fotos der Zeremonie

Zwei Preise erhielt der malaysische Film Abang Adik von Jin Ong, nämlich den begehrten Publikumspreis und den Preis der Ökumenischen Jury. Der Film zeichnet das ergreifende Porträt zweier Brüder, die sich in der Illegalität durchschlagen. Für die Ökumenische Jury ist er ein «Plädoyer für Gerechtigkeit, Menschenwürde und gelebte Solidarität». Der Film wurde am FIFF als Weltpremiere gezeigt und war noch nicht einmal in Malaysia zu sehen. Die Anerkennung durch das Freiburger Publikum wird ihm zweifelsohne die Türen zum internationalen Markt und zu anderen internationalen Festivals öffnen

Der Preis für den besten internationalen Kurzfilm ging an den iranischen Beitrag Split Ends von Alireza Kazemipour. Die Jury, bestehend aus Fabienne Radi, Alice Torrent und Mehdi Atmani, lobte dessen Verdienst, «ernste Themen mit verblüffendem Humor und subtiler Intelligenz zu behandeln». Der Preis des Netzwerk Cinema CH, verliehen von einer Jury aus Studierenden von Schweizer Filmhochschulen, ging an den franko-marokkanischen Kurzfilm Sur la tombe de mon père von Jawahine Zentar. Anaïs Bourgogne von der Hochschule Luzern (HSLU) gewann mit ihrem Kurzfilm Dazwischen den Prix Röstigraben. Die Jury des Preis Auslandsvisum, bestehend aus vier Mitgliedern der moldauischen Delegation, die in Freiburg die Sektion Neues Territorium: Republik Moldau präsentierten, zeichnete ihrerseits den Kurzfilm Motër (Sister) von Dorentina Imeri aus. 

Alle Preisträger*innen

Eine besondere Bedeutung kam dieses Jahr den geselligen Momenten zu, für die das FIFF traditionell bekannt ist: Das Thema des kulinarischen Films bescherte dem Publikum aussergewöhnliche schmackhafte Erfahrungen und tägliche Gourmet-Erlebnisse rund ums Kino. «2023 war ein Jahr des Wiedersehens», freut sich Mathieu Fleury, Vereinspräsident des FIFF. «Das Publikum hat unserer Einladung begeistert Folge geleistet. Das Festival verzeichnet so einen grossartigen Publikumsrekord, mit deutlich über 45'000 Eintritten, das heisst einige Tausend mehr als im letzten Jahr.» 

Was aber ist das Rezept für diesen Erfolg? Diese Frage stellte sich auch Thierry Jobin, der künstlerische Leiter des Festivals, und reichte sie ans Publikum weiter: «Ich habe täglich Leute gefragt, warum sie dem FIFF so verbunden sind», sagt er. «Manche antworteten mir, das kulinarische Thema habe sie besonders angesprochen, andere hatten Lust, nach der Pandemie wieder ins kulturelle Leben einzutauchen. Doch die häufigste Antwort war, dass man vor allem darum gerne ans FIFF komme, weil es dem Team immer wieder gelinge, allen einen herzlichen Empfang zu bereiten und dafür zu sorgen, dass man sich am Festival und in Freiburg zu Hause fühle.» Und damit nicht genug: «Die gleiche Anerkennung wie vom Publikum spüren wir auch von Seiten von zahlreichen Sponsoren und Partnern, die in diesem positiven Sog mit uns zusammenarbeiten wollen.»

Fribourg fait son cinéma ©Thomas Delley

Gute Nachrichten gibt es auch für all jene, die noch nicht genug vom FIFF haben: Ab Montag sind auf Festival Scope während dreier Wochen rund zwanzig Lang- und Kurzfilme aus der Selektion 2023 gratis zu sehen. Ebenfalls gratis steht auf Play Suisse ab sofort eine Reihe kulinarischer Filme aus der Schweiz zur Verfügung, ausgewählt in Zusammenhang mit der Thematik des FIFF 2023. Und vom 28. bis zum 30. April geht es zurück in die Kinosäle: In Bulle gibt es im Rahmen von Bulle de FIFF zehn Filme aus dem Programm der 37. Ausgabe neu oder wiederzuentdecken. Die endgültige Bilanz wird im Anschluss an diese Verlängerungsveranstaltungen gezogen.

Die 38. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg findet vom 15. bis zum 24. März 2024 statt.


Projektion der ausgezeichneten Filme

Sonntag, den 26. März – Rex 1
11:00: Sonderpreis der Jury, World War III
13:30: Preis für den besten Kurzfilm, Split Ends, und Grand Prix, Plan 75
16:00: Publikumspreis, Abang Adik (komplet)

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