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34e 20 > 28.03.2020

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Das Herz des FIFF zieht’s in den Osten – und in den Westen

How Long Will I Love U, Su Lun, 2018
How Long Will I Love U, Su Lun, 2018

Das Internationale Filmfestival Freiburg präsentiert die Sektionen seiner 33. Ausgabe: Im Fokus stehen dieses Jahr Fragen rund um die Themen Identität, Exil und Rassismus, wie er auf der ganzen Welt im Alltag präsent ist. Im Osten erwarten uns der erfrischende Blick der Schriftstellerin Elisa Shua Dusapin auf das südkoreanische Filmschaffen und der Regisseur Bong Joon-ho – im Westen Schauspielerinnen mit afrikanischen Wurzeln, die im Manifest «Eine schwarze Frau zu sein, ist nicht mein Beruf», die Diskriminierung anprangern, die sie erleben. Parallel zu diesen grossen Themen macht sich die Sektion Neues Territorium auf, das unerwartet dynamische Filmschaffen in der Karibik zu entdecken. Die Sektion Genrekino widmet sich in diesem Jahr der Romantischen Komödie – einem Genre, das die Kritik spaltet und das Publikum vereint. Das FIFF wird mit einer Romantischen Komödie in die diesjährige Ausgabe starten und diese auch mit einer Liebeskomödie beenden: Am 15. März mit der chinesischen Komödie How Long Will I Love U und am 23. März 2019 mit der philippinischen Romanze mit dem ungewöhnlichen Namen Meet me in St. Gallen.

Internationaler Wettbewerb
Sie sind das eigentliche Rückgrat des Festivals: Mit den Filmen aus den Internationalen Wettbewerben entdeckt das Publikum die schönsten Filmproduktionen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und dem Nahen und Mittleren Osten. Das FIFF zeigt in diesem Jahr zwölf Lang- und fünfzehn Kurzfilme – Schweizer, europäische, internationale und Welt-Premieren – und stellt ihre Regisseurinnen und Regisseure vor. Sie alle sind Zeugen einer Jugend auf der Suche nach Sinn und einer besseren Welt. 

Zwei Mal «Carte blanche» an Korea: Elisa Shua Dusapin und Bong Joon-ho
Die Kritikerinnen und Kritiker lieben ihren neusten Roman Les Billes du Pachinko, für den sie 2019 den Schweizer Literaturpreis erhalten hat: Die Schriftstellerin Elisa Shua Dusapin übernimmt die Sektion Diaspora, die sich jedes Jahr mit den Themen Exil und Interkulturalität befasst. Sie hat sechs Filme ausgewählt, die von ihrem Heimatland Südkorea und von ihrer Sicht auf dieses Land berichten. Diese Reise nach Ostasien wird weiter bereichert durch Bong Joon-ho. Der Meister des modernen südkoreanischen Kinos wird das FIFF mit seiner Anwesenheit beehren. Der Regisseur von Memories of Murder, The Host, Snowpiercer und Okja präsentiert dem Publikum des FIFF Filme, die ihn geprägt haben. Grossartige Meisterwerke, die er selbst noch nie auf Grossleinwand gesehen hat. 
Für Thierry Jobin, den künstlerischen Direktor des FIFF, ist «Bong Joon-ho sicherlich einer der zehn oder fünfzehn talentiertesten Regisseure der Stunde. Die Filme, die ihn beeinflusst haben, von Spielberg bis Kurosawa, werden das Publikum begeistern und sicher auch bewegen. Es ist eine unglaubliche Ehre für uns, dass er Sur la carte de… übernommen hat».

Entschlüsselt: Ein Kino, das schwarze Frauen respektiert 
Wie sieht der Alltag einer dunkelhäutigen Schauspielerin in unserer westlichen Welt aus? Im Mai vergangenen Jahres erschien das starke Buch Noire n’est pas mon métier (Eine schwarze Frau zu sein, ist nicht mein Beruf) bei Éditions du Seuil: Eine Co-Produktion von 16 französischen Schauspielerinnen mit afrikanischen Wurzeln, die die Demütigung und die rassistischen Klischees anprangern, unter denen sie leiden. Für das FIFF hat jede von ihnen einen Film ausgewählt, der die Rolle der Frau, der Dunkelhäutigen oder der dunkelhäutigen Frau respektiert. Insgesamt werden 15 afrikanische und internationale Filme gezeigt, und einige der Schauspielerinnen werden das Festival besuchen – unter ihnen die Kuratorin der Sektion, Magaajyia Silberfeld.
«Die Tatsache, dass jede von ihnen unsere Idee akzeptiert hat, ist ein grosses Vertrauensvotum für uns, das die engagierte und leidenschaftliche Linie des Festivals bestätigt», bemerkt Thierry Jobin.

Entdeckung des karibischen Kinos: Porto Rico, Dominikanische Republik und Haiti
Mit der Sektion Neues Territorium setzt das FIFF die Erforschung des Kinos weit ab des alten Kontinents fort – die Erforschung eines Kinos, das Themen rund um das Trauma der Kolonialzeit und der Versklavung aufgreift. Weiter erzählt es von Jugendlichen, die ihre Zukunft in die Hand nehmen wollen. Produktionen aus den Grossen Antillen erleben einen Boom und sie versprechen uns dynamische und engagierte Zeugnisse voller Frische!

Die Romantische Komödie: ein Genre, das polarisiert
Kein anderes filmisches Genre sorgt für grössere Uneinigkeit. Die Romantische Komödie, die sich in China und Lateinamerika zu einem wahren Phänomen entwickelt hat, zeigt uns die kulturellen Eigenheiten und die Empfindsamkeit der Länder, aus denen sie stammen. Zwölf Filme aus allen Ecken dieser Welt werden das FIFF im März begeistern!

Sondervorführungen: Mitternachtsfilme, Familien und das Schweizer Kino
Wie jedes Jahr werden die Mitternachtsvorführungen für Gänsehaut und grosse Emotionen sorgen: Horrorfilme, erotische Filme, Filme, die aufrütteln und stören – nichts für schwache Nerven! Aber auch Filme für Kinder und Familien stehen auf dem Programm, genauso wie jene aus der Sektion Passeport Suisse: Filme, die in der Schweiz oder von Schweizerinnen und Schweizern realisiert wurden. In diese Sektion gehören auch die besten Kurzfilme der Studentinnen und Studenten der Schweizer Filmhochschulen und ein Abend, der sich voll und ganz dem Freiburger Filmschaffen widmet, das stark an Qualität gewonnen hat. 

Partnerschaften und Neuerungen
Das Budget des FIFF entspricht praktisch jenem der letztjährigen Ausgabe. Dank der Unterstützung seiner treuen und neuen Partner und Sponsoren konnte der Anteil der privaten Finanzierung gesteigert werden. Immer mehr Unternehmen wählen das FIFF als Event, um ihre Kundinnen und Kunden einzuladen oder sich bei ihren Mitarbeitenden zu bedanken. Das FIFF nähert sich seinem Ziel, direkter mit Unternehmen aus der Region zusammenzuarbeiten. Auch die institutionellen Partner haben dem FIFF erneut ihr Vertrauen ausgesprochen und das Festival kann der Zukunft gelassen entgegensehen. 


SAVE THE DATES

27. Februar 2019, 10:15 Uhr
Pressekonferenz: Präsentation des offiziellen Programms
Safe Gallery der Freiburger Kantonalbank, Freiburg

26. Februar 2019, 20 Uhr
«Ciné-Concert» im Fri-Son: Hommage an Karen Dalton
A Bright Light – Karen And The Process, Emmanuelle Antille, 2018

15.-23. März 2019
33. Ausgabe Internationalen Filmfestivals Freiburg

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