Direkt zum Inhalt

34e 20 > 28.03.2020

image en background

Preisträgerinnen und Preisträger FIFF 2019

The Good Girls

Die Frauen und Lateinamerika sind die Gewinner in Freiburg

Der Spielfilm The Good Girls der mexikanischen Regisseurin Alejandra Márquez Abella gewann den mit 30 000 Franken dotierten und vom Kanton und der Stadt Freiburg gestifteten Grand Prix des Internationalen Filmfestivals Freiburg. Laut der Internationalen Jury ist der prämierte Film «aus kreativer Sicht ungemein inspirierend und zeichnet sich durch eine komplexe Erzählweise aus». Zudem würdigte sie «die herausragende filmische Qualität und Vielfalt der gezeigten Filme, die aus Ländern stammen, deren Filme nur selten in Europa zu sehen sind». Der Sonderpreis der Jury ging an den Spielfilm Compañeros – La noche de 12 años des uruguayischen Regisseurs Álvaro Brechner: «eine Hommage an alle politischen Gefangenen und an alle, die gegen die Unmenschlichkeit kämpfen». Der Film kommt am 27. März in der Westschweiz und in Frankreich in die Kinos.

Auch der Preis der Ökumenischen Jury ging an Lateinamerika bzw. an Compañeros – La noche de 12 años. Ausserdem bedachte die Jury den Spielfilm Volcano des Regisseurs Roman Bondarchuk mit einer besonderen Erwähnung.

Die Jury der Mitglieder des Schweizerischen Verbands der Filmjournalistinnen und Filmjournalisten vergab ihren Critics‘ Choice Award an Marouan Omara und Johanna Domke für ihren Dokumentarfilm Dreamaway über das Schicksal des einst beliebten und in der Folge der Terroranschläge verlassenen Badeortes Charm El-Cheikh. Sie zeigte sich beeindruckt von seiner Originalität, seiner visuellen Poesie und seinem Humor. Die Jugendjury COMUNDO prämierte den Spielfilm The Third Wife der vietnamesischen Regisseurin Ash Mayfair.

Der Preis für den besten internationalen Kurzfilm ging an die indische Regisseurin Payal Kapadia für ihren Film And What Is the Summer Saying.

Der Preis Auslandsvisum, der sich an Schweizer Filmhochschulen richtet, ging an den Kurzfilm Come un'eco von Anna Spacio, Studentin am Conservatorio Internazionale Scienze Audiovisive (CISA). Seine Jury, die sich aus Gästen der Sektion Neues Territorium: Karibik zusammensetzte, bedachte zudem Bashkimi United von Lasse Linder mit einer besonderen Erwähnung.

 


 

Compañeros - La noche de 12 años
Compañeros – La noche de 12 años ​​

 
Download der vollständigen Liste der Gewinnerinnen und Gewinner

Bilder der Gewinnerinen und Gewinner

Die "FIFF-Familie"

Dem Festival konnte sein Erfolgsrezept von 2018 wiederholen, indem es weniger Filme präsentierte, aber dennoch einen finanziellen Erfolg verbuchen und viele Besucherinnen und Besucher anlocken konnte. Dank der Stabilisierung der Eintritte – weit über 40 000 – kann das Festival mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Sämtliche Sektionen – von den karaibischen Filmen über die Sektion Eine schwarze Frau zu sein, ist nicht mein Beruf bis hin zu den romantischen Komödien und den Cartes blanches, die in diesem Jahr dem südkoreanischen Filmschaffen gewidmet waren – stiessen bei den Festivalbesucherinnen und -besuchern auf ein grosses Interesse. Zu den unvergesslichsten Momenten der 33. Ausgabe gehörten sicherlich die Standing Ovation anlässlich der Projektion von Farming in Anwesenheit des Schauspielers und Regisseurs Adewale Akinnuoye-Agbaje sowie der den Freiburger Filmschaffenden gewidmete Abend. Der Abschluss des Festivals bildete die berührende philippinische Romantikkomödie Meet Me in St. Gallen, die Geschichte einer unmöglichen Liebe mit einer fulminanten, in der Schweiz spielenden Schlussszene.

«Die Ausgabe 2019 verkörpert die Quintessenz dessen, was das Festival mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln leisten kann», erklärte Thierry Jobin, künstlerischer Leiter. «Besonders hervorheben möchte ich die Dynamik und das Engagement unseres mehrheitlich neuen Teams. Sein grosser Einsatz spiegelt sich auch darin wider, dass die Filmschaffenden, die am Festival teilgenommen haben, nun von einer "FIFF-Familie" sprechen.»

 

image en background

Conception: Asphalte Design - Développement: Bluesystem