Parallel zu seinen internationalen Wettbewerben bietet das FIFF jedes Jahr ein weltumspannendes Panorama des Filmschaffens in einem halben Dutzend Sektionen. Das Festival bietet viel mehr als nur Filme! Neben den Filmvorführungen stehen auch Begegnungen, Vorträge, Ausstellungen und Themenpartys auf dem Programm.
Nachstehend finden Sie alle Parallelsektionen des FIFF 2026.
GENREKINO (I): Merci Maman!
Ein klassisches Genre interpretiert von verschiedenen Kulturen
Vor dem Zweiten Weltkrieg waren Filme mit einer Mutter als Hauptfigur äusserst selten. Mütter wurden erst zu Filmheldinnen, nachdem sie – wie in jedem Chaos – die Welt am Laufen gehalten haben. Seitdem ist die Mutterfigur in Filmen immer präsenter geworden und erzählt von nach wie vor aktuellen emanzipatorischen und feministischen Kämpfen. Das Team des FIFF war beeindruckt von der Anzahl neuerer Filme aus allen Kontinenten, in denen eine Mutter im Mittelpunkt steht. Daher unsere Sektion, wie eine Art diskrete Anspielung an die Person, die vor 40 Jahren die Idee hatte, das Festival zu gründen: seine Mutter, Magda Bossy.
GENREKINO (II): Die Lieblinge des Publikums
Ein Genre aus der Sicht des Publikums
Das FIFF führte diese Sektion vor sechs Jahren ein, um dem Publikum für seine Unterstützung während der Pandemie zu danken. Das Prinzip ist einfach: Es wählt aus 50 Klassikern zum Thema der Sektion Genrekino seine fünf Favoriten. Auch dieses Jahr haben wieder fast 300 Personen ihre Stimme abgegeben. Die Auswahl – The Piano, Psycho, Volver, Fargo und Incendies – bestärkt das FIFF in seinem Wunsch, das einzige Filmfestival der Welt zu bleiben, bei dem das Publikum einen Teil des Programms mitgestalten kann. Entgegen einem weit verbreiteten elitären Vorurteil hat das Publikum einen ausgezeichneten Geschmack.
GROSSES KINO FÜR FAMILIEN
Der Kinotreff für Familien
Familien begeben sich auf eine gemeinsame Reise, teilen den Nervenkitzel neuer Entdeckungen, lernen ferne Kulturen kennen und schauen über den Tellerrand der westlichen Filmproduktion hinaus… genau dieses grossartige gemeinsame Erlebnis für Gross und Klein bietet die Sektion Grosses Kino für Familien. 2026 führt die Reiseroute mit einer Auswahl an altersgerechten Animations- und Spielfilmen nach Brasilien, China, Kolumbien, in den Iran, die Mongolei und die Tschechische Republik. In den lebhaften und lehrreichen Geschichten geht es um Kühnheit, Herausforderungen, Widerstand oder Mut, der alle Anwesenden erstaunen wird.
ENTSCHLÜSSELT: Die 1. Ausgabe des FIFF
Fokus auf eine gesellschaftliche, politische, kulturelle oder historische Frage
Die erste Festivalausgabe findet 1980 auf Initiative von Magda Bossy statt. Die Westschweizer Sekretärin von Helvetas will eine Veranstaltung zur Feier des 25-jährigen Bestehens des Vereins organisieren. Die in Ägypten geborene Mutter des FIFF ist überzeugt, dass Filme sich hervorragend eignen, um die kulturelle Vielfalt der Welt zu zeigen und Filmschaffenden aus dem Süden eine Plattform zu geben. Wir präsentieren fünf der sieben Filme der ersten Ausgabe, um mit Zeitzeugen die Entstehung des FIFF nachzuzeichnen und zu zeigen, warum Freiburg der ideale Nährboden für dieses Fenster zum Weltkino war und ist.
In Zusammenarbeit mit
HOMMAGE À: Bye bye visions sud est
Wir feiern einen entscheidenden Beitrag zur Filmgeschichte
Es wurde entschieden, dass die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) keine Institutionen in der Schweiz mehr unterstützt, die aufstrebendes Filmschaffen fördern. Der Entscheid betrifft sowohl das FIFF als auch das Filmfestival Locarno, trigon-film und den Förderfond visions sud est (VSE). Seit 2005 hat VSE über 200 Filme gefördert. Als Hommage zeigen wir fünf seiner grössten Erfolge. Fünf Filme, zu denen auch das FIFF einen Beitrag geleistet hat: Ihre Macherinnen und Macher waren mit einem Kurzfilm (ebenfalls im Programm) zu Gast in Freiburg und konnten dank VSE durchstarten.
NEUES TERRITORIUM: Kolumbien
Entdeckung einer neuen oder verkannten Filmkunst
Der kolumbianische Film hat in den letzten 20 Jahren einen grundlegenden Wandel durchgemacht. Eine neue Generation von Filmschaffenden erzählt mutig, selbstsicher und emanzipiert über ihr Land. Sie befasst sich mit kaum bekannten Regionen, indigenen und afrokolumbianischen Gemeinschaften, Sprachen und Erzählungen, die früher kaum auf die Leinwand gebracht wurden. Sie erfindet eigene Formen, verschiebt die Perspektiven und schreibt Geschichten neu. Diese zehn Spielfilme und sechs Kurzfilme zeichnen eine einfühlsame Kartografie eines Landes im Umbruch – mit Nachdruck, rebellisch und zutiefst lebendig.
In Zusammenarbeit mit
FRIBOURG CINEMA AWARD : Kaouther Ben Hania
Carte blanche für die vom FIFF und der Universität Freiburg ausgewählte Persönlichkeit
Die im Jahr 2012 ins Leben gerufene Sektion Sur la carte de… wird neu zu Fribourg Cinema Award. Der gemeinsame Preis des FIFF und der Universität Freiburg spiegelt ihre gemeinsamen Werte wider und soll einen «herausragenden filmischen Beitrag» würdigen. Die ausgezeichnete Persönlichkeit stellt ihre Lieblingsfilme vor und erhält ein Universitätsdiplom. Das Festival, das Rektorat und die Verantwortlichen mehrerer Fakultäten haben sich einstimmig für die erste Preisträgerin entschieden: Kaouther Ben Hania, die tunesische Regisseurin des bewegenden Films The Voice of Hind Rajab.
In Zusammenarbeit mit
Mit Unterstützung von
Philosophische Fakultät, Universität Freiburg
Sondervorführungen und Events
Unsere Favoriten
Perlen der Kunstkommission
Passeport Suisse
Filme, die von Schweizer:innen oder in der Schweiz realisiert wurden
Mitternachtsvorführungen
Nichts für schwache Nerven!
Begegnungen
Verlängern Sie Das Filmvergnügen durch besondere Begegnungen


