Nachrichten des FIFF |
Der Film NEVER TOO LATE von Ido Fluk aus Israel gewinnt den „Regard d’or“ 2012
Insgesamt vier Preise gehen an das Regiedebüt
HISTORIAS QUE SO EXISTEM QUANDO LEMBRADAS der Brasilianerin Julia Murat, darunter
auch der hochdotierte Talent Tape Award. Der ägyptische Beitrag ASMAA von Amr
Salama erhält den diesjährigen Publikumspreis. 
NEVER TOO LATE ist die ergreifende Geschichte einer persönlichen Suche: jener von Hertzel, einem jungen Mann, der nach mehreren Jahren im Ausland nach Israel zurückkehrt und sich nun mit Gelegenheitsarbeiten durchschlägt. Er durchquert das Land von Norden nach Süden im alten Auto seines Vaters. Er trifft auf Gestrandete, Verlorene und Suchende – und wird so mit sich selbst und seiner Geschichte konfrontiert. Der Spezialpreis der Jury im Wert von 10'000 CHF geht an THE LAST FRIDAY von Yahya Al-Abdallah, einer Koproduktion zwischen Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Der Talent Tape Award im Wert von 19'000 CHF geht an die Produzenten des Films HISTORIAS QUE SO EXISTEM QUANDO LEMBRADAS, einer Koproduktion zwischen Brasilien, Argentinien und Frankreich. Die Regie führte Julia Murat, der Film ist ihr Spielfilmdebüt. HISTORIAS QUE SO EXISTEM QUANDO LEMBRADAS erhält gleichzeitig den E-Changer Preis der Jugendjury, den Don Quijote Preis der internationalen Filmclubs sowie den Preis der Ökumenischen Jury. Der Publikumspreis ging an den ägyptischen Film ASMAA von Amr Salama und der taiwanesische Wettbewerbsbeitrag HONEY PUPU erhält eine lobende Erwähnung der Internationalen Jury. Die Internationale Filmkritikervereinigung FIPRESCI zeichnete den Südkoreaner Huh Jong-ho für seinen Film COUNTDOWN aus.
Die 26. Ausgabe des FIFF, die erste unter der künstlerischen Leitung von Thierry Jobin, verzeichnete ein stabiles Zuschaueraufkommen: Wiederum wurden rund 30'000 Eintritte gezählt. Während acht Tagen besuchten Filmschaffende aus der ganzen Welt das Festival. Abseits der Kinosäle erhielten auch die Debatten, Abendveranstaltungen und die Masterclass mit Ivan Passer regen Zulauf. Mit den sehr erfolgreichen Schulvorstellungen in Fribourg, Bulle, Payerne und Murten bewies das Festival, dass Kino auch für junge Generationen eine Bedeutung hat.
Die 27. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg findet vom 16. bis 23. März 2012 statt.
Die letzte Vorführung des Wettbewerbs findet heute Nachmittag statt, der Regard d'Or der 26. Ausgabe wird am frühen Abend an der Schlussfeier von der Internationalen Jury verliehen.
Spannende Stoffe aus den verschiedensten Ecken der Welt prägten den diesjährigen Wettbewerb: In In the Open erzählt Hernán Belón (Argentinien), wie unerklärliche Ereignisse langsam die Harmonie eines jungen Paares zersetzen. Der erste Film der Brasilianierin Julia Murat, Histórias Que Só Existem Quando Lembradas, verfolgt merkwürdige Phänomene in einem verlassenen Dorf im brasilianischen Hinterland und die poetische Science Fiction-Komödie Honey PuPu des Taiwanesen Chen Hung-I sorgte bereits für Furore auf der Festival-Tour gesorgt hat und mehrfach preisgekrönt wurde.
Andere Filme untersuchten brennende soziale Fragen. Der ägyptische Regisseur Amr Salama, kürzlich als bester arabischer Filmemacher am Abu Dhabi Film Festival ausgezeichnet, war mit seinem Aids-Drama Asmaa im Wettbewerb vertreten. Im jordanischen Film The Last Friday von Yahya Al-Abdallah wird die alltägliche Absurdität im Leben eines Taxifahrers in Amman entfaltet, während sich Avie Luthra mit seinem Film Lucky als grosser Erzähler offenbart.
Zurück in Freiburg war auch der israelische Regisseur Ido Fluk, dessen experimentelles Kino bereits in früheren Jahran auf dem Festival gezeigt wurde. Nun präsentierte er im Wettbewerb die internationale Premiere seines Films Never too Late, der einen erhellenden Blick auf den Zustand der israelischen Gesellschaft wirft. Der phillippinische Beitrag Fable of the Fish von Adolfo Borinaga Alix Jr. beschreibt den Alltag Mittelloser in Manila mit dokumentarischer Präzsion und magischem Realismus. Festivalliebling Wang Xiaoshuai, breits mehrfach international ausgezeichnet, war mit 11 Flowers im Wettbewerb und der Südkoreaner Huh Jong-ho mit Countdown, einem ergreifenden Thriller über eine Femme Fatale nach Freiburg. Auf intime Art entschleiert die Iranerin Mania Akbari in One.Two.One die verschachtelten Beziehungen zwischen verschiedenen Personen. Der Film The Last Christeros des Mexikaners Matías Meyer schliesslich erinnerte an den Widerstand der Cristiada Cristeros zu Beginn des 20. Jahrhunderts, einem bezeichnenden Moment in der mexikanischen Geschichte.
Möge der Beste gewinnen!
Heute werden dem Publikum 3 Filmen des Internationalen Wettbewerbs vom Regisseur präsentiert:
- One. Two. One, 12h im CapCiné5 in Anwesenheit des Regisseurin Mania Akbari
- Countdown, 12h15 im CapCiné1 in Anwesenheit des Regisseurs Hung-Jong-ho
- The Last Friday, 12h45 im Cap'Ciné7 in Anwesenheit des Regisseurs Yahya Al-Abdallah
Die Schlussfeier des FIFF findet heuteSamstag, 31. März um 17h in Anwesenheit der RegisseurInnen des Internationalen Wettbewerbs statt. Der Abschlussfilm, Miss Bala von Gerardo Naranjo (Mexiko, USA, 2010), wird ebenfalls als Schweizer Premiere gezeigt.
Freitag, 30. März ist der Parallelsektion Genrekino gewidmet. Entdecken Sie heute, wie das Filmgenre Western in allen Ecken der Welt dekliniert und unterschiedlich angewandt wird. Die Filmvorführungen beginnen am Mittag mit Touche pas à la femme blanche, Mountain Patrol und dem Kurosawa-Klassiker Rashomon, sowie O Cangaceiro von Lima Barreto. Am Abend steht die Internationale Premiere von The Zebra von Fernando Léon auf dem Programm. Im Anschluss lädt das FIFF sie herzlich zu einer Podiumsdiskussion rund um die Frage "Was macht dieses Genre so unverwüstlich?" ein.
Filme des Tages
Filme in der Sektion
Heute werden dem Publikum 5 Filmen des Internationalen Wettbewerbs vom Regisseur präsentiert:
- Honey PuPu, 13h im Rex1 in Anwesenheit des Regisseurs Xia
Shi Da Kan
- The Last Friday, 15h im Cap'Ciné5 in Anwesenheit des Regisseurs Yahya
Al-Abdallah
- The Last Christeros, 17h15 im Rex1 in Anwesenheit des Regisseur Matías
Meyer
- 11 Flowers, 19h im Cap'Ciné7 in Anwesenheit des Regisseurs Wang
Xiaoshuai
- One. Two. One, 21h im Rex1 in Anwesenheit des Regisseurin Mania
Akbari
Im Rahmen der traditionellen Carte Blanche, die das FIFF an ein anderes Schweizer Filmfestival vergibt, haben wir Olivier Père, künstlerischer Leiter des Festival del film Locarno eingeladen, uns einen seiner Kultfilme vorzustellen. Er hat sich mit Cutter’s Way (1981) entschieden, eines der amerikanischen Meisterwerke des tschechischen Filmemachers Ivan Passer zu präsentieren. Einen Tag nach der Vorführung von Cutter’s Way in seiner Anwesenheit, wird Ivan Passer in Freiburg eine Masterclass halten.
Carte blanche ans Festival del film Locarno
Masterclass Ivan Passer
Donnerstag, 29. März ist der Parallelsektion Entschlüsselt gewidmet. Aussagekräftige Filme zum Bild des Islam im Westen läuten 2012 den Reigen ein. Die Filmvorführungen beginnen am Mittag mit Dernier Maquis von Rabah Ameur-Zaimeche und werden am Nachmittag mit dem Dokumentarfilm Ici on noie les Algériens von Yasmina Adi fortgesetzt. Im Anschluss an den Film La Désintégration von Philippe Faucon, findet eine Debatte zur aktuellen Wahrnehmung des Islam im Westen statt. Sie soll zur Dekonstruktion historisch gewachsener Mythen und damit zum besseren Verständnisder Religionen beitragen.
Filme des Tages
Films der Sektion
Mittwoch, 28. März ist der Parallelsektion Sur la carte de.. gewidmet. Gezeigt werden die zwei von Georges Schwizgebel kuratierten Programme Kurzfilme des Südens und des Ostens und Kurzfilme über den Süden und den Osten. Der Film Romance von Georges Schwizgebel, der kürzlich in Toronto den "kanadischen Oscar" in der Kategorie bester kurzer Animationsfilm gewonnen hat, wird am Abend gemeinsam mit Tatsumi gezeigt. Letzterer ist der neuste Streich von Eric Khoo, welcher 2009 hier am FIFF mit seinem Film My Magic den Regard d'Or gewonnen hat.
Filme des Tages
Filme der Sektion
Das Konzert von Aad Hollander Trio from Hell vom Freitag, 30. März | 23.00 muss leider abgesagt werden. Die Band wird ersetzt durch Menic and His Deep Roots Musicband, welche ihr neues Album Railroad Blues Anthology vorstellen werden. Das FIFF und das Bad Bonn sind glücklich mit Menic einen hochkarätigen Ersatz gefunden zu haben. Ihre Songs mixen den Blues mit Funk und Folk zu einem ganz eigenen Cocktail und bringen am Freitag ein Stück nordamerikanische Songwirter-Tradition nach Fribourg.
Heute werden dem Publikum 5 Filmen des Internationalen Wettbewerbs vom Regisseur präsentiert:
- Fable of the Fish, 13h im Rex1 in Anwesenheit des Regisseurs Adolfo Borinaga Alix Jr.
- Asmaa, 15h im Cap'Ciné6 in Anwesenheit des Regisseurs Amr Salama
- In the Open, 17h im Rex1 in Anwesenheit des Regisseurs Hernán Belón
- Never Too Late, 19h im Cap'Ciné6 in Anwesenheit des Regisseurs Ido Fluk
- Countdown, 20h45 im Rex1 in Anwesenheit des Regisseurs Huh Jong-ho
Dienstag, 27. März ist der Parallelsektion Diaspora gewidmet. Der Karikaturist Patrick Chappatte eröffnet die Programmsektion mit einem Blick auf den Libanon und das Kino seiner Herkunftsgemeinschaft. Seine Comic-Reportage La mort est dans le champ wird zusammen mit dem Film Scent of an Angel von Khalil Dreifus Zaarour gezeigt. Im Anschluss an die Filmvorführung können Interessierte einer Paneldiskussion in Anwesenheit des Karikaturisten beiwohnen.
Die Filme des Tages
Die Filme der Sektion
Montag, 26. März ist der Fokus-Tag der Parallelsektion Passeport Suisse. Es werden der 1936 gedrehte Schweizer Dokumentarfilm China ohne Maske: 20'000km durch China und die Westschweizer Premiere von Balkan Melodie exklusiv am FIFF gezeigt. Im Anschluss an die Filmvorführung des letzeren findet eine Diskussionsrunde statt - unter anderem mit dem Regisseur von Balkan Melodie, Stefan Schwietert.
Filme des Tages
Filme der Sektion
Am Sonntag, 25. März dreht sich alles um die Parallelsektion Terra incognita. Im Zentrum steht 2012 das vom internationalen Filmmarkt wenig beachtete Bangladesch. Die Entdeckungsreise beginnt am Mittag mit der Filmvorführung von Meherjaan und wird am Nachmittag weitergeführt mit On the Wings of Dreams in Anwesenheit des Regisseurs Golam Rabbany Biplob, Mitglied der Internationalen Jury 2012. Im Anschluss an die Abendvorstellung von Runway um 20.30 im Cap Ciné 1 wird in einer Podiumsdiskussion mit geladenen Gästen aus Bangladesch über die Herausforderungen des Filmschaffens in ihrer Heimat gesprochen. In der Art Buvette gibt es zudem ab heute eine Fotoausstellung von GMB Akash zu sehen.
Filme des Tages
Filme der Sektion
Am Sonntag, 25. März dreht sich alles um die Parallelsektion Terra incognita. Im Zentrum steht 2012 das vom internationalen Filmmarkt wenig beachtete Bangladesch. Die Entdeckungsreise beginnt am Mittag mit der Filmvorführung von Meherjaan und wird am Nachmittag weitergeführt mit On the Wings of Dream in Anwesenheit des Regisseurs Golam Rabbany Biplob, Mitglied der Internationalen Jury 2012. Im Anschluss an die Abendvorstellung von Runway um 20.30 im Cap Ciné 1 wird in einer Diskussionsrunde mit geladenen Gästen aus Bangladesch über die Herausforderungen des Filmschaffens in ihrer Heimat gesprochen. Kunstliebhaber kommen in der Art Buvette mit der Vernissage der Fotoausstellung von GMB Akash auf Ihre Kosten. Filme des Tages. Filme der Sektion.
Das Filmprogramm startet heute Mittag Punkt 12.00 Uhr mit dem Western Blackthorn, welcher vor wenigen Wochen mehrere Goya-Awards in Spanien gewonnen hat. Ab diesem Zeitpunkt steht Freiburg eine Woche lang im Zeichen des Kinos – mit weit über 100 Filmen aus 47 Ländern. Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket unter www.starticket.ch oder direkt an den Vorverkaufskassen in der Ancienne Gare Freiburg, beziehungsweise in den Kinos Cap’Ciné und Rex. Heute Abend wird das Festival an der Eröffnungsfeier in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset offiziell eingeläutet. Gezeigt wird die Schweizer Premiere des Westerns Salt (Chile, Argentinien 2011) von Diego Rougier, welcher der Filmvorführung gemeinsam mit der Produzentin und Hauptdarstellerin seines Films, Javiera Contador, beiwohnen wird.
Die Spannung steigt! Wenige Tage vor der Eröffnung des 26. Internationalen Filmfestivals Freiburg läuft der Vorverkauf auf Hochtouren, Dutzende von Filmrollen werden bereits in den Kinos getestet, das Festivalzentrum in der Ancienne Gare wird herausgeputzt und die ersten Festival-Gäste sitzen in den Flugzeugen – unterwegs nach Freiburg!
Am Samstag 24. März um 19.30 Uhr wird das FIFF von Bundesrat Alain Berset mit der Schweizer Premiere des Films Salt (Chile, Argentinien 2011) eröffnet. Das Filmprogramm startet aber bereits um 12.00 Uhr Mittags mit dem Western Blackthorn, welcher vor wenigen Wochen mehrere Goya-Awards in Spanien gewonnen hat. Ab diesem Zeitpunkt steht Freiburg eine Woche lang im Zeichen des Kinos – mit weit über 100 Filmen aus 47 Ländern. Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket unter www.starticket.ch oder direkt an den Vorverkaufskassen in der Ancienne Gare Freiburg, beziehungsweise in den Kinos Cap’Ciné und Rex.
Balkan Melodie von Stefan Schwietert ist für den Quartz des besten Schweizer Dokumentarfilms 2011 nominiert, der am 17. März in Luzern verliehen wird. Nachdem er bereits 2005 und 2008 für Accordion Tribe und Heimatklänge mit dem Filmpreis ausgezeichnet wurde, stellt Stefan Schwietert sein aussergewöhnliches Talent also erneut unter Beweis. Möge der Beste gewinnen!
Die Romandie-Premiere von Balkan Melodie findet am 26. März am FIFF statt und wird von einer Podiumsdiskussion begleitet, an der Stefan Schwietert, Patrick Ferla, Pierre-Yves Borgeaud, Daniel Schweizer, Pierre-Adrian Irlé, Jean-Théo Aeby und Eileen Hofer teilnehmen.
Auf moncinema.ch präsentieren die neuen Könige des Westerns ihre Kurzfilme. High noon um zu zielen und abzustimmen!